10.000 Euro mehr Bundesförderung für jedes Mehrgenerationenhaus in 2020!

Bild: Die SprecherInnen vor dem Parlament in Berlin.

Das Bundesnetzwerk dankt den Bundestagsabgeordneten
und allen anderen Mitwirkenden für Ihr Engagement.

Der erste wichtige Schritt zur Verstetigung der Mehrgenerationenhäuser ist getan. Der Bundeshaushaltsausschuss beschloss in seiner Bereinigungssitzung vergangene Woche nach Antrag der Regierungsfraktionen, dass jedes der 540 geförderten Mehrgenerationenhäuser im nächsten Jahr 10.0000 Euro zusätzliche Mittel erhält. Damit wird die Bundesförderung von 30.000 Euro auf 40.000 Euro aufgestockt. Außerdem wird die Förderung für das seit 2015 arbeitende Bundesnetzwerk um 50.000 Euro aufgestockt. Insgesamt stehen dem Programm damit 5,45 Millionen mehr Gelder zur Verfügung. Der Beschluss steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung durch das Parlament Ende November.

Das Bundesnetzwerk und die Landesnetzwerke der Mehrgenerationenhäuser fokussierten seit dem Frühjahr die Erhöhung der finanziellen Ausstattung der Mehrgenerationenhäuser. Mit Positionspapier, persönlichen Briefen und zahlreichen Gesprächen mit Landes- und Bundestagsabgeordneten fast aller Parteien, rückte man die stagnierende Finanzierung der MGH ins Blickfeld der politischen Entscheidungsträger.

„Die Bundeszuwendung für die Mehrgenerationenhäuser ist trotz zunehmender Inanspruchnahme und Belastung vor allem für die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mehrgenerationenhäusern sowie neuer gesellschaftlicher Herausforderungen und Schwerpunkte seit mehr als 10 Jahren mit 40.000€ pro Jahr incl. Kofinanzierung unverändert. Die aktuelle Fördersumme berücksichtigt weder den gestiegenen administrativen Aufwand noch Kostensteigerungen (z.B. für Mieten und Sachkosten) noch einen gestiegenen Personalbedarf.“ (Auszug aus dem Positionspapier Finanzielle Ausstattung der MGH)  

Das Engagement der Abgeordneten und der Einsatz der Netzwerke, tragen nun erste Früchte. „Wie wichtig unser Netzwerk auf Bundesebene ist, hat sich in den letzten Tagen und Wochen gezeigt. Wir sind damit dem Ziel, die Mehrgenerationenhäuser finanziell zu sichern und zu verstetigen ein Stück näher gekommen. Dies wäre nicht möglich gewesen, ohne den Einsatz und das Fürsprechen vieler Abgeordneter auf Landes- und Bundesebene. Das Bundesnetzwerk bedankt sich im Namen aller Mehrgenerationenhäuser für das Engagement der politischen Vertreter.“, freuen sich die Mitglieder des dreiköpfigen Sprecherrates des Bundesnetzwerkes Dietlind Meyer, Thomas Vagedes und Uschi Weber über die frohe Botschaft.

Inwieweit die erhöhte Förderung in die Programmverlängerung ab 2021 übergeht, ist eine Frage für die mittelfristige Finanzplanung, die erst im nächsten Jahr entschieden wird. Paloma Miersch, zuständige Referatsleiterin im Bundesfamilienministerium, bezog in einer Mail an die Mehrgenerationenhäuser positiv Stellung dazu: „Wir werden dies in das Haushaltsaufstellungsverfahren für den Bundeshaushalt 2021 und die mittelfristige Finanzplanung einbringen.“ Ganz nach dem Programmslogan „Wir leben Zukunft vor“, können das Bundesnetzwerk und die Mehrgenerationenhäuser motiviert und zuversichtlich nach vorn blicken.

AG Öffentlichkeitsarbeit

Mehrgenerationenhäuser und ihre Zukunft

Auf dem Fachtag „Mehrgenerationenhäuser und ihre Zukunft“ der Landesarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege in Bayern diskutieren Praktiker aus den Mehrgenerationenhäusern mit Politikern, Fachleuten aus der Verwaltung und Verbands- und Kommunenvertretern über Gegenwart und Zukunft der MGHs.

Der Fachtag findet am Montag, den 9. Dezember 2019 im Staatsministerium für Finanzen und Heimat in Nürnberg statt.
Das ausführliche Programm finden Sie hier zum Download (pdf, 966 KB)

Erfahrungswissen Für Initiativen

Das Training ‚Erfahrungswissen Für Initiativen‘ (EFI) ist eine ideale Vorbereitung für eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Vorbereitung als Leitfigur im bürgerschaftlichen Engagement. Auf der Grundlage dieses bewährten Weiterbildungskonzeptes werden Ältere zu seniorTrainerinnen und seniorTrainern ausgebildet. In ihrer jetzigen Verantwortungsrolle beginnen sie neue Projekte, starten Initiativen und unterstützen bestehende Organisationen und Einrichtungen.

Die nächste Schulung, bestehend aus zwei Blöcken, findet am 23.09.-25.09. und am 11.11.-13.11. in St. Ottilien (Kloster St. Ottilien, Exerzitienhaus, 86941 St. Ottilien) statt.

Mehr Infos und Anmeldung

Bundesaktionstage Mehrgenerationenhaus

24. Mai – 9. Juni 2019

Erstmalig ruft das Bundesministerium gemeinsam mit dem MGH-Bundesnetzwerk zu bundesweiten Aktionstagen der Mehrgenerationenhäuser auf. Auch in Bayern werden viele Mehrgenerationenhäuser mit Mit-Mach-Aktionen, Veranstaltungen und Angebote für alle Generationen dazu einladen, das Miteinander der Generationen zu feiern. Lernen Sie das Mehrgenerationenhaus in Ihrer Nähe kennen, kommen Sie mit uns ins Gespräch, gestalten Sie gemeinsam ein neues Miteinander!

Hier finden Sie die Liste aller teilnehmenden Mehrgenerationenhäuser aus Bayern (pdf, 100 KB)

Und hier gelangen Sie zur Pressemeldung von Frau Staatsministerin Schreyer zur Aktionswoche.

Save The Date

Bitte schon mal im Kalender vormerken:
Das nächste Treffen aller bayerischen Mehrgenerationenhäuser findet am 07.11.2019, 10.30 Uhr in Nürnberg, Caritas-Pirckheimer-Haus, statt.

1. Dialogforum im Projekt „Qualitätsmanagement“

Am 21.03.2019 von 11.00 bis 17.00 Uhr fand das 1. Dialogforum im Projekt „Qualitätsmanagement“ im MGH Dachau, Sparkassenplatz 2, 85221 Dachau statt. In 4 Dialogforen entwickeln 14 teilnehmende bayerische Mehrgenerationenhäuser gemeinsam mit Prof. Dr. Egon Endres, Katholische Stiftungsfachhochschule Müchen, Qualitätskriterien für intergenerative Arbeit. Die Qualitätsentwicklung wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales finanziell unterstützt.